Fortbildungen und Symposien
PROFESSIONELLE WEITERBILDUNG FÜR SOZIALMEDIZINISCH TÄTIGE ÄRZTE
Im Institut für Sozialmedizin, Begutachtung und Fortbildung legen wir großen Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung im Bereich der Sozialmedizin. Wir wissen, dass medizinisches Wissen und praxisbezogene Kompetenzen stetiger Weiterentwicklung bedürfen, um höchste Qualität und Aktualität in der Begutachtung sicherzustellen.
Deshalb organisieren wir regelmäßig Fortbildungssymposien, die speziell auf die Bedürfnisse sozialmedizinisch tätiger Ärzte zugeschnitten sind.
Unsere Veranstaltungen bieten eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch, die Vertiefung von Fachwissen und die Diskussion aktueller Entwicklungen und Herausforderungen in der Sozialmedizin. Renommierte Experten aus verschiedenen medizinischen Fachgebieten teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen, um Ihnen praxisrelevante und innovative Impulse für Ihre berufliche Tätigkeit zu geben.
Künftige Fortbildungen
Donnerstag, 19. März 2026
15:30 – 19:15 Uhr
Fortbildungsymposium: Begutachtung von Menschen mit Adipositas und Folgeerkrankungen
Das Körpergewicht ist einer der basalsten medizinischen Werte. Es ändert sich im Laufe des Lebens unter vielfältigen Einflüssen. Nach Studien haben 16 bis 24 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m2). Unter Menschen, die zur sozialmedizinischen Begutachtung kommen, dürfte die Rate noch höher liegen.
Bei der Begutachtung stellen sich wichtige Fragen. Ist der BMI eine adäquate Bezugsgröße? Kann Adipositas allein Einschränkungen der Arbeits- oder Erwerbsfähigekeit bedingen? Sind ab einem bestimmten BMI nur noch sitzende Tätigkeiten möglich, oder sollte im Gegenteil hiervon abgeraten werden? Sollen Einschränkungen ausschließlich nach Folgeerkrankungen beurteilt werden? Welche Anstrengungen können von adipösen Gutachtenprobanden
in der Behandlung erwartet werden, welches Ausmaß an Non-Adhärenz ist krankheitsimmanent? Wie verändern Adipositaschirurgie und neue Medikamente wie GLP-1-Agonisten die Prognose?
Das ISBF hofft, dass das Fortbildungssymposium mit seinen namhaften Expertinnen und Experten Ihr Interesse weckt und würde sich freuen, Sie in den schönen Räumen der Schankhalle Pfefferberg begrüßen zu können.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Tom Bschor
AM
Donnerstag, 19. März 2026
15:30 – 19:15 Uhr
In der
VIA Schankhalle Pfefferberg ggmbh (Loft)
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
Teilnahmegebühr
179,99 Euro (inkl. mwst.)
Vergangene Fortbildungen
Mittwoch, 05. november 2025
15:30 – 19:15 Uhr
Fortbildungsymposium: Begutachtung von Menschen mit Angst- und Angsterkrankungen
Angst gehört zum Leben, und doch kann sie krank machen. Sehr häufig sogar: Angsterkrankungen sind mit einer 12-Monats-Prävalenz von 14 % noch vor Depressionen (6,9 %) die häufigste psychische Krankheit. Allein hieraus ergeben sich enorme sozialmedizinische Folgen und ein entsprechend hoher Begutachtungsbedarf.
Angst kann mit ausgeprägten vegetativen Symptomen einhergehen, ist im Kern aber ein quälendes inneres Bedrohungsgefühl, das sich nur bedingt gutachterlich objektivieren lässt. Weitere sozialmedizinische Herausforderungen ergeben sich aus dem Risiko, mit der Feststellung von Arbeitsoder Erwerbsunfähigkeit Vermeidung und damit die Krankheitsprogression zu fördern. Angsterkrankungen sind grundsätzlich gut behandelbar, aber häufig unzureichend behandelt – ein Umstand, der gleichfalls gutachterliche Fragen aufwirft.
In unserem Symposium behandeln namhafte Expertinnen und Experten diese Thematik aus vielfältigen Perspektiven. Wir hoffen, dass unser Programm Ihr Interesse weckt und würden uns sehr freuen, Sie in den schönen Räumen der Schankhalle Pfefferberg begrüßen zu dürfen.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Tom Bschor
AM
Mittwoch, 05. november 2025
15:30 – 19:15 Uhr
In der
VIA Schankhalle Pfefferberg ggmbh (Loft)
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
Teilnahmegebühr
179,99 Euro (inkl. mwst.)
Mittwoch, 12. Juni 2025
15:30 – 19:15 Uhr
Fortbildungsymposium: Schmerzen und Schmerzerkrankungen
Herausforderungen bei der Begutachtung
Schmerzen sind die Folge vieler Erkrankungen. Sie können quälend sein und erhebliche Beeinträchtigungen in Alltag und Berufsleben bedingen. Bei Chronifizierung der Schmerzen stellen sich oft folgenreiche sozialrechtliche Fragen, welche durch eine sozialmedizinische Begutachtung zu klären sind.
Die Begutachtung von Menschen mit Schmerzen stellt die begutachtenden Ärzt:innen vor besondere Herausforderungen. Schmerz kommt zwar häufig vor, ist aber diagnostisch unspezifisch, weshalb eine differenzialdiagnostische Entscheidung anhand der Schmerzcharakteristik oft nicht möglich ist. Zur diagnostischen Einordnung zwischen psychiatrisch/psychosomatischen, neurologischen, rheumatischen und orthopädisch-degenerativen Erkrankungen helfen apparative Untersuchungen nur bedingt. Schmerz entzieht sich aufgrund seines subjektiven Charakters der gutachterlich-objektivierenden Beurteilung.
Welche Optionen haben Gutachter:innen vor diesem Hintergrund bei der Begutachtung? Worauf sollte man achten? Diese und weitere wichtige Fragen greift unser Symposium auf. Fünf namhafte Expert:innen präsentieren ihre Erkenntnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das Symposium richtet sich an alle, die mit medizinischen Begutachtungen befasst sind. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns auf einen spannenden Erkenntnisaustausch.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Tom Bschor
AM
Mittwoch, 12. Juni 2025
15:30 – 19:15 Uhr
In der
VIA Schankhalle Pfefferberg ggmbh (Loft)
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
Teilnahmegebühr
179,99 Euro (inkl. mwst.)
Dienstag, 07. Mai 2024
10:00 – 18:00 Uhr
Pilotenkompetenz in der Medizin – Kommunikation, Teamwork, Ablauforganisation, Führung und Fehlermanagement in der Medizin
Wie ordne ich mich in meiner Klinik, Praxis oder in meinem medizinischen Betrieb in eine Team-Hierarchie ein? Wie spreche ich etwas an, wenn ich merke, dass im Team Fehler gemacht werden, womöglich mit Gefährdung von Patienten? Wie halte ich das Team auf Kurs? Wie kann ich Fehlerquoten reduzieren und die Behandlungsqualität steigern, wie gehe mit Fehlern um, wenn sie doch passieren?
Mit Komplexität, Fehleranfälligkeit, Notwendigkeit für schnelle Entscheidungen auch in Hochstress-Situationen und unmittelbarer Verantwortung für Leib und Leben haben Luftfahrt und Medizin zentrale Gemeinsamkeiten. Piloten sind Vorreiter bei der Beherrschung dieser Herausforderungen. Man hat schon in den 1970er Jahren festgestellt, dass Unfälle vermieden werden können, wenn man ein genaues Auge auf die „Soft-Skill“ – basierte Zusammenarbeit im Cockpit wirft und diese schult. Ein guter Pilot war nun nicht allein derjenige, der perfekt fliegt oder die Systeme des Flugzeugs am besten verinnerlicht hat. Die Förderung der interpersonellen Kompetenzen hat sich weltweit zügig in allen Airlines verbreitet und schützt uns bis heute vor entscheidenden Fehlern.
Auch die Medizin kann von diesen Erfahrungen profitieren! Als Piloten und Ausbilder wollen wir Ihnen in einer eintägigen Fortbildung gerne die Grundlagen dieser Zusammenarbeit vorstellen.
AM
Dienstag, 07. Mai 2024
10:00 – 18:00 Uhr
Im
Institut für Sozialmedizin,
Begutachtung und Fortbildung, ISBF Gmbh
Schönhauser Allee 172a, 10435 Berlin
3. Etage, seminarraum
Teilnahmegebühr
250,00 Euro (inkl. Mwst.)
Qualitätszirkel
Es finden einmal pro Monat in unserem Institut Treffen mit Ärzten aus unterschiedlichen Fachbereichen und verschiedenen Tätigkeitsbereichen der Sozialmedizin zu einem fachlichen Austausch statt. Diese Treffen orientieren sich in ihrer Durchführung an den Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Sie dienen als Instrument der Qualitätssicherung und -entwicklung.
Übergeordnetes Thema ist die „Sozialmedizinische Beurteilung der Leistungsfähigkeit bei Menschen mit Erkrankungen aus dem Fachgebiet der Psychiatrie/ Neurologie, Innere Medizin/ Allgemeinmedizin und Orthopädie/ Chirurgie“. Durch die Teilnahme können Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Berlin erlangt werden.
